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Eidgenössische Nationalratswahlen und Ständeratswahlen 2007

Wahlen 2007: nach uns die Sintflut?
Im Herbst 2007 finden erneut die Schweizer Nationalratswahlen und Ständeratswahlen statt und mehr denn je ist eine Richtungswahl, denn wir stehen vor grossen Problemen, die unsere bisherigen bürgerlichen Nationalräte und Ständeräte offensichtlich weder gelöst haben noch lösen wollen.
Es ist an der Zeit, bei den nächsten Wahlen im Herbst 2007 endlich Volksvertreter wählen und nicht wieder Wirtschaftsvertreter.
 
Steuern runter... oder Steuergeschenke für Reiche?
Jahrelang hat die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat und erst Recht im Ständerat eine Unzahl von Steuern abgeschafft oder verringert, rühmen sich deswegen auch noch obwohl nahezu alle Steuererleichterungen Grossverdienern, Firmen und Spekulanten zukamen (siehe Degressive Steuern). Diese an Reiche verschenkten Milliarden fehlen nun Bund und Kantonen und die Lösung dazu sieht die bürgerliche Mehrheit darin, den Sozialstaat dafür bluten zu lassen. Es ist unverständlich, wie das Schweizer Volk bei den Wahlen immer wieder auf das Trugwort 'bürgerlich' hereinfällt und nicht sehen will, dass diese sogenannten Volksvertreter systematisch das Geld umverteilen, wer wenig hat, dem wird auch das genommen, damit die welche viel haben, noch etwas mehr bekommen.
 
SVP - Bürgerliche Politik auf dem Buckel von Invaliden und Arbeitslosen
Die Bürgerlichen schrecken nicht einmal davor zurück, sich an Invaliden zu vergreifen (5. IV-Revision). Allen voran die SVP stellt mit ihren Angriffen auf die IV die Invaliden Menschen dieses Landes in die Ecke von Betrügern. Ist das eine volksnahe Politik, wenn man Steuergeschenke an Reiche macht und auf der anderen Seite Invaliden die Hilfe verweigert?
 
Genauso verfährt man mit Arbeitslosen und Ausgesteuerten. Gemäss SVP sind das alles Faule die nicht arbeiten wollen. Aber kann irgend einer dieser Mächtigen die Arbeitsstellen zeigen, die von diesen Arbeitslosen eingenommen werden könnten? Es grenzt an Irrsinn, Arbeitslose dafür zu verurteilen, dass es mehr Arbeitssuchende als Arbeitsstellen gibt. Und was ist die bürgerliche Antwort auf dieses Problem? Die Arbeitszeit erhöhen, was sonst. Wenn alle noch etwas länger arbeiten, verteilt sich die gesamte Arbeitsleistung auf weniger Menschen, womit zwangsläufig noch mehr Arbeitslose produziert werden.
 
Bedrohung Klimawandel - nach uns die Sintflut?
Doch all das wäre eigentlich nichts Neues, wir haben uns ja bereits daran gewöhnt, dass wir die wählen, die uns anschliessend ausbluten. Aber heute stehen wir vor einem globalen Problem, das uns alle bis aufs Letzte fordern wird. Der Klimabericht, der Regierungen aller Welt aufgeschreckt hat, ist kein Bericht von einer kleinen links-grünen Splittergruppe, es ist die zentrale Aussage von unzähligen Klima-Studien der ganzen Welt. Es ist ein Bericht der klar aufzeigt, dass wir unseren Nachkommen eine Welt hinterlassen, die nicht mehr so lebenswert sein wird wie wir es kennen. Der Bericht zeigt auch, dass dieser Klimawandel sogar soweit führen kann, dass in vielen Regionen das Leben gar nicht mehr lebenswert sein wird. Wassermangel, Nahrungsmangel, Trockenheit hier und Überschwemmungen dort und infolgedessen Völkerwanderungen sind nur einige der Probleme die auf uns zukommen.
Mittlerweile haben auch Bürgerliche das Thema wahlkampftechnisch geschickt aufgegriffen, aber in Anbetracht der bisherigen desaströsen Umweltpolitik der bürgerlichen Parlamentsmehrheit dürfte kaum Hoffnung bestehen, dass dieses Thema nach den Wahlen 2007 noch immer aktuell ist.
 
Bürgerliche Politiker verhindern Umweltschutz
Die bürgerlichen Politiker, vorallem SVP und FDP, haben jahrelang jegliche Massnahmen im Bereich des Klimaschutzes in den Boden gestampft (siehe Umweltrating). Einzig Geld, Wohlstand und Wirtschaftsinteressen waren massgebend. Aber diese Wirtschaftspolitik und Reichtumspolitik können wir uns nicht mehr leisten. Es ist höchste Zeit, dass dieses Land von Menschen geführt wird, die das Wohl ihrer Bürger und ihrer Nachkommen anstrebt.
 
Hoffnung dank links-grün?
Die SP und die Grünen haben jahrelang gezeigt, dass ihnen die Gesundheit der Bevölkerung und der Erhalt der Natur am Herzen liegt.
Einzig links-grüne Parteien versuchen die uferlosen Steuergeschenke an Unternehmen und Reiche einzudämmen.
Sie haben immer wieder gezeigt, dass sie auch ein Herz für die Schwachen haben, sie setzten sich ein für Invalide, Arbeitslose, Ausgesteuerte und sonstige Menschen die Hilfe brauchen. Der Wert einer Gesellschaft misst sich darin, wie diese Gesellschaft mit ihren Geringsten umgeht. Eine Politik wie beispielsweise die polemische Politik der SVP, die sich auf dem Rücken der Schwächsten profiliert, spottet dem Gedanken, dass unsere Verfassung angeblich auf christlichen Wurzeln steht. Die Barmherzigkeit bürgerlicher Politiker beginnt offensichtlich erst da, wo sie rentabel ist. Aber das können wir uns an diesen Wahlen wirklich nicht mehr leisten.
 
Wahlempfehlung für eine lebenswerte Zukunft
Deshalb bitte ich Dich - liebe(r) Leser(in) - wenn Du diesen Herbst an den eidgenössischen Wahlen 2007 über die Zukunft dieses Landes abstimmst, dann denk darüber nach.....
... was ist, wenn ich oder mein Kind irgendwann invalid wird?
... was ist, wenn ich eines Tages arbeitslos bin?
... was sage ich meinen Kindern wenn sie mich eines Tages fragen, weshalb sie im Sommer nicht mehr draussen spielen dürfen?
 
Die Wahlentscheidung sollte jedem vernünftigen Menschen einfach fallen. Geben wir der links-grünen Seite die Chance zu zeigen, dass sie das können, was bürgerliche Politiker seit Jahrzehnten nicht einmal versuchten. Eine Politik zu führen dem Menschen und der Umwelt dient - für eine lebenswerte Zukunft.
 
Blog Wahlen 2007